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Alles über den Digitaldruck...
Digitaldruck Schwarzweiß
Vor- und Nachteile des Digitaldruck Schwarzweiß
Digitaldruck Farbe
Schwierigkeiten beim Farbdigitaldruck
Digitaldruck Schwarzweiß
Wir nutzen den modernen Digitaldruck für unseren Books on Demand-Service. Doch was ist das, Digitaldruck? Mit Digitaldruck umschreibt man eine Drucktechnik, bei der das Druckbild direkt von einem Computer digital in die Druckmaschine übertragen werden kann – ganz im Gegensatz zum klassischen Offsetdruck, bei dem zunächst Druckvorlagen (Druckplatten) erstellt werden müssen. Die Digitaldruck-Technologie lässt sich ganz grob mit dem heimischen Laserdrucker vergleichen, der allerdings für keine hohe Auflagenzahlen bei gleichbleibender Qualität konstruiert ist und auch aus anderen Gründen niemals für den Buchdruck geeignet wäre (Abriebfestigkeit, Papierwellung, Kosten je Blatt).
Wie es funktioniert
Den reichlich komplizierten Vorgang in einer modernen Digitaldruckmaschine zu beschreiben ist wahrlich nicht einfach. Versuchen wir es dennoch in simplen Worten:
Ein Digitaldrucker besteht aus (je nach Typ) einer Trommel oder einem Band – im Folgenden einfach »Trommel« genannt –, welche statisch aufgeladen wird. Diese Ladung wird genutzt, um den Toner, einen mikrofeinen »Pigment-Staub«, anzuziehen, der mittels raffinierter Techniken extrem dünn und gleichmäßig auf der Oberfläche der Trommel verteilt wird.
Würde man diese »bestäubte« Fläche nun sofort auf einen Bogen Papier übertragen, so hätte man theoretisch eine gleichmäßig schwarze Fläche. Allerdings würde der Toner gleich wieder herunterrieseln und ein Buch mit schwarzen Seiten ist auch nicht sehr interessant.
Um die Verteilung des Toners also sinnvoller zu gestalten, wird vor dem Bestäuben mittels eines Lasers oder einer LED-Zeile das zu druckende Bild auf die Trommel »geschrieben«. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wird der belichtete Teil dabei entladen – auf ihm haftet der Toner nicht, während die unbelichteten Stellen weiterhin den (ebenfalls geladenen) Toner anziehen. Dadurch entsteht nun endlich ein Bild.
Nun muss also »nur noch« das so entstandene Tonerbild auf das Papier gebracht werden. Dies erfolgt nicht direkt, sondern über einen Zwischenträger, der wesentlich stärker geladen ist, als die Trommel und den Toner »übernimmt« und anschließend auf das Papier »druckt«.
Unser Ergebnis ist jetzt ein positives Bild auf dem Papier, bestehend aus einem schwarzen Staub, der ... immer noch runterfallen würde, wenn man das Ergebnis nicht schnellstens fixieren würde.
Diese Fixierung wird mittels hoher Temperaturen vorgenommen, die die Tonerpartikel sozusagen mit der Papieroberfläche verschmelzen lassen. Um zu verhindern, dass der Toner dabei an den Heizwalzen kleben bleibt, werden spezielle Fixieröle verwendet oder (besser) spezielle Komponententoner auf Wachsbasis.
Nachdem so ein einzelnes Blatt Papier bedruckt werden konnte, werden nun Träger und Zwischenträger entladen und gereinigt, um schnellstens ein neues Bild aufbauen zu können.
Vorteile des schwarzweißen Digitaldrucks
Der größte Vorteil des Digitaldrucks ist der Wegfall jedweder Druckvorlagen oder Druckformen, er ist somit für kleinste Auflagenzahlen geeignet. Auch entfällt die sehr aufwändige und teure Maschineneinrichtung. Zudem kann ein digitales Drucksystem gleich ein ganzes, mehrseitiges Dokument sortiert ausgeben, also mit jedem zu bedruckenden Blatt die Druckdaten ändern. Es entfallen die im Offsetdruck notwendigen Arbeitsschritte des Zusammentragens der fertig gedruckten Bögen.
Allein durch den Wegfall dieser drei Dinge (Druckvorlage, Maschineneinrichtung, Zusammentragung) erlaubt der Digitaldruck die Produktion eines einzelnen Buches. Und das obwohl der Druck wegen der aufwändigen und wartungsintensiven Technik und wegen des kompliziert zu fertigenden Toners eigentlich sehr teuer ist.
Nachteile des schwarzweißen Digitaldrucks
Allein durch die Mechanik und die physikalische Beschaffenheit des Toners sind dem Digitaldruck gewisse Grenzen gesetzt, die den Druck extrem feiner Linien und Punkte nicht 100%ig zuverlässig zulassen. Diese Störungen fallen im normalen Druckbild nicht auf, doch große graue oder schwarze Flächen zeigen mit einer radikalen Deutlichkeit jede Verunreinigung als leichte Streifen in Laufrichtung der Maschine.
Allerdings sprechen wir hier »Spezialprobleme« an, die dem Laien nicht auffallen würden. Auch ist die Technik heute so weit, dass man sie als ausgreift bezeichnen kann und qualitative Probleme abhängig von der angewandten Technologie nur sehr gering ausfallen.
Doch weiter geht es: Die Fixierungsöle und der Toner selbst »kleben« auf dem Papier, was dazu führt, dass der Toner erhaben bleibt und sich mit den Fingerspitzen fühlen lässt. Er kann somit abplatzen oder er lässt sich abreiben. Zudem haftet er nicht auf allen Oberflächen.
Aus diesem Gründe haben wir uns für die hochwertige Océ-Technologie entschieden, die den Toner tatsächlich in das Papier bringt und nicht nur darauf ablegt. Der Druck gleicht somit dem Offsetdruck und platzt nicht ab.
Und dann ist da die böse Temperatur, die dem Papier ganz übel mitspielt, indem sie ihm kurzzeitig seine Feuchtigkeit entzieht. Dies führt dazu, dass das Papier beim Bedrucken schrumpft und sich wellt. Diese Schrumpfung und Wellung verschwindet nur ganz langsam durch die Eigenart des Papiers (es besteht schließlich aus Holz), die Feuchtigkeit der Umgebung wieder aufzunehmen. Wurde das Papier aber mittlerweile zu einem Buch zusammengebunden, so kann es sich im Bereich der Bindung nicht mehr richtig ausdehnen, es bleibt wellig. Man könnte natürlich vor der Bindung warten, bis das Papier wieder seine alte Feuchtigkeit zurückerlangt hat – aber dann würde der Druck Ihres Buches ein paar Wochen dauern.
Auch hier wirken wir diesem unangenehmen Effekt entgegen, indem wir Druckmaschinen einsetzen, die mit verhältnismäßig niedrigen Temperaturen fixieren. Das Papier wird somit nicht so sehr »gequält« und verhält sich in der weiteren Verarbeitung neutraler.
Digitaldruck Farbe
Wir nutzen den modernen Digitaldruck auch für unsere farbigen Books on Demand. Doch was ist das genau, der Farbdruck?
Im Kapitel [Schwarzweiß] haben wir bereits die Drucktechnologie an sich besprochen. In diesem Kapitel gehen wir mehr auf die Technik ein, die hinter den Umschlägen und farbigen Innenteil Ihres Buches steckt. Hierbei gelten für den Offset- und Digitaldruck die gleichen Grundlagen:
Farbdruck: C M Y K
Grundsätzlich unterscheidet sich die Farbdruckmaschine erst einmal nur durch ihre Farbigkeit von einer Schwarzweiß-Maschine: Während im Schwarzweißdruck alle Grauabstufungen durch ein Raster oder vollschwarze Flächen durch den flächigen Aufdruck erzeugt werden, können die meisten Farben nur durch das Mischen bestimmter Grundfarben gedruckt werden.
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Diese Grundfarben sind Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Kontrast (auch Key, Schwarz); mit ihnen kann man nahezu alle Farben im subtraktiven Verfahren anmischen.
Subtraktiv bedeutet ganz einfach gesagt: Um gegen Weiß zu gehen, trägt man immer weniger Farbe auf. Im additiven Verfahren (Licht-Farben) werden die Grundfarben Rot, Grün und Blau zu 100% übereinandergelegt, das ergibt dann schließlich weißes Licht.
Doch zurück zu CMYK: Auch hier wird die Helligkeit der Farben durch ein Raster gesteuert. Je kleiner das Raster und je weiter die Rasterpunkte somit auseinanderliegen (der Abstand ist fest und wird durch das Druckraster in lpi festgelegt), desto mehr schimmert von dem Weiß des Papiers durch.
Damit die Rasterpunkte der vier Farben nicht aufeinanderliegen (das würde die Helligkeit und Farbwirkung wiederum negativ beeinflussen), werden diese untereinander gedreht. Schauen Sie sich mal einen farbigen Zeitungsdruck mit der Lupe an, dann sehen Sie das ganz deutlich.
Im farbigen Druck werden nun zunächst die drei Farben Cyan, Magenta und Gelb nacheinander auf das Papier gebracht. Je nach Drucksystem läuft dabei das Papier viermal durch dieselbe Maschine oder die Farben werden in vier einzelnen Druckstationen hintereinander aufgebracht.
Schwierigkeiten im Farbdruck
Das größte Problem im Farbdruck ist zunächst der Mensch, der Farben ganz subjektiv wahrnimmt und dabei von gewissen Gewohnheiten gelenkt wird, mit denen man Farben einschätzt.
Person A ist ein großer Fan von Peruginos »Christus übergibt Petrus den Schlüssel zum Himmelreich« aus der sixtinischen Kapelle in Rom und hat davon ein Poster im Wohnzimmer hängen, Person B ist auch ein Fan dieses Meistwerkes und schaut sich jeden Abend den Abdruck im Kunstband an. Als nun A und B zum ersten Mal vor dem Original stehen, sind sie gleichsam enttäuscht und überrascht: Dem einen ist es viel zu bunt, denn in dem Buch sah das viel »klassischer« aus, dem anderen ist es viel zu wenig bunt, denn das Poster war viel leuchtender!
Haben also die Drucker des Posters und des Buches großen Mist gebaut? Warum sind die Farben so anders? Ganz einfach: Leider war es den Druckermeistern der Posterfirma und des Kunstbuchverlages nicht möglich, das Wandgemälde aus dem Vatikan in die Druckerei zu schleppen und als Vergleich für das Druckergebnis zu verwenden. Die Maschinen wurden also nach »Augenmaß« justiert.
Auch ist das verwendete Papier ganz ausschlaggebend für die Farbwirkung, denn es steuert das Weiß und die Brillanz des Druckes bei. Deshalb kann man auch nicht farbig auf farbiges Papier drucken.
Im Offsetdruck ist dieses Problem noch weitaus größer als im Digitaldruck, denn die flüssigen Farben werden vom Papier aufgenommen und verschmelzen mit diesem viel mehr als im Digitaldruck mit seinen Trockentonern.
Schmuckfarben wie Gold oder Silber lassen sich nicht mit CMYK darstellen, auch Farben, die z.B. Weiß als Farbstoff zum Anmischen benötigen (so wie Wandfarben aus dem Baumarkt) können nicht durch CMYK erzeugt werden. Hier hat der Offsetdruck seine Nase voraus, denn er kann auf Schmuckfarben wie Pantone oder HKS zurückgreifen. Eine Euroskala-(also CMYK-)simulation wird immer nur »ähnlich«.
Was ist besser – farbiger Offsetdruck oder farbiger Digitaldruck?
Die technischen Nachteile des Digitaldrucks haben wir Ihnen zum Thema Schwarzweißdruck aufgezeigt – sie gelten größtenteils auch für den Farbbereich. Die Vorteile hingegen sind hingegen stets die gleichen: Durch den Wegfall der Druckvorstufe und des Sortierens in der Weiterverarbeitung kann der Digitaldruck auch Kleinstauflagen ermöglichen.
Der digitale Farbdruck ist deutlich teurer als der schwarzweiße Digitaldruck, da sich der hohe Wartungsaufwand durch die höhere Anzahl der Druckwerke vervielfacht; auch sind die Toner sehr sehr teuer.
Bei kleinen Auflagen ist der Digitaldruck unschlagbar preiswert. Ohne ihn wäre Books on Demand gar nicht erst denkbar. Daher finden wir den Digitaldruck toll! Wir finden aber auch den Offsetdruck toll – allerdings nur, wenn man guten Gewissens das finazielle Risiko der hohen Mindestauflagen in Kauf nehmen kann. Zum Beispiel, wenn man die Absatzchancen auf dem Markt genauestens kennt. Alles andere ist reines Glücksspiel. Und dazu möchten wir Sie nicht überreden.
Beachten Sie also folgende Punkte, um Druckergebnisse erzielen zu können, die qualitativ nicht mehr vom Offsetdruck zu unterscheiden sind:
► Schwarzweiß und Farbe: Vermeiden Sie große graue Flächen (dies bereitet auch im Offsetdruck Probleme!)
► Schwarzweiß: Vermeiden Sie graue Schrift (Durch das gröbere Druckraster als im Offsetdruck »zerrastert« sich die Schrift. Dies bereitet auch im Offsetdruck Probleme!)
► Schwarzweiß und Farbe: Vermeiden Sie große Rahmen, die dicht am Seitenrand liegen oder horizontale Kopflinien (Durch die Schrumpfung des Papiers im Druck ist die Registerhaltigkeit relativ unsicher. Solche Linien »entlarven« dieses Problem sofort.)
► Schwarzweiß und Farbe: Auflagen ab ca. 500 Exemplaren sollten im Offsetdruck gefertigt werden. Lassen Sie sich ein Angebot kalkulieren.
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