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Farbmanagement

Sie kennen das Problem: Sie haben ein wunderschönes blaues Halstuch
und möchten dieses als Hintergrund für Ihren Buchumschlag nehmen. Nun legen Sie das Tuch auf Ihren Scanner und digitalisieren es. Dann betrachten Sie das Ergebnis auf Ihrem Bildschirm ... und es ist eindeutig viel dunkler (oder heller) und blauer (oder roter) als das Original. Nun importieren Sie das Bild – nachdem Sie es im Fotobearbeitungsprogramm mühsam wieder einigermaßen »korrigiert« haben in Word ... und es ist eindeutig viel dunkler (oder heller) und blauer (oder roter) als die korrigierte Version. Aber Sie machen weiter und endlich können Sie den Umschlag drucken – auf Ihrem Tintenstrahldrucker – gut sieht er aus ... aber das Tuch ist eindeutig viel dunkler (oder heller) und blauer (oder roter) als das Original.

Wir können Ihnen garantieren: Bei uns sieht Druck wieder ganz anders aus ...

Dieses Problem kann man mit einem Farbmamagement verbessern oder gar beseitigen. Der Vorgang ist sehr kompliziert und in einfachen Worten erklärt werden Scanner und Bildschirm und Drucker aufeinander eingestellt (kalibriert), um sowohl auf dem Bildschirm als auch im Druck ein Ergebnis zu haben, dass dem Original nahe kommt.

Wenn aber ein einziges Gerät in dieser Kette (Scanner - Bildschirm - Drucker) nicht passend kalibriert wurde, ist die ganze Mühe umsonst. Das bedeutet: Wenn Sie etwas selbst fotografiert oder bei sich daheim gescant haben, kann Ihnen keine Drucker garantieren, dass das Ergebnis auch korrekt wird.
Und vergessen Sie nicht: Ihr Scanner scant in RGB (»Farbraum«), der Drucker (auch Ihrer) druckt in CMYK. Allein bei der Umwandlung von RGB in CMYK kann schon allerhand schief gehen.

Ein Farbmanagement ist teuer und sehr kompliziert. Ihnen kann aber bereits ein soganannter Farbproof helfen. Dies ist ein Andruck auf der Druckmaschine, auf der später auch das richtige Erzeugnis gefertigt werden soll (oder auf einer anderen prooftauglichen Maschine). Mit diesem Proof können Sie feststellen, ob das Ergebnis gut wird, oder zu hell, oder zu dunkel, oder farbstichig. Sie können anhand dieser Vorlage Ihre nun Daten ändern und korrigieren und einen erneuten Proof bestellen – solange bis Sie zufrieden sind.
Im Druck versucht der Meister an der Maschine hinterher diesen Proof so genau als möglich einzuhalten, indem auch er ihn immer wieder mit dem Ergebnis seiner Maschine vergleicht.

Da auch dieser Weg viel Zeit und Geld kostet und vor jedem neuen Druck wiederholt werden muss, ist er im Druck »on Demand« nicht denkbar und allein im Auflagen- bzw. Offsetdruck sinnvoll. Fragen Sie uns nach Proofs oder Andrucken.