RuckZuckBuch-Info
Sie schreiben, wir erledigen den Rest!
Und damit es auch wirklich schnell geht, schauen Sie unter Anleitung nach, wie Sie Ihren Text perfekt vorbereiten.
Wie man einen Umschlag gestaltet
Die Umschlaggestaltung ist beinahe genauso wichtig wie der Inhalt des Buches selbst. Ein guter Umschlag vermittelt dem Käufer nicht nur einen ersten Eindruck über Genre und Inhalt, er kann Ihn sogar zum Kauf »animieren«. Aber nicht nur die Gestaltung des Umschlages verlangt nach Erfahrung, auch der Umgang mit Bildmaterial, Software und technischen Parametern will gelernt sein. Wir greifen Ihnen hier mit dieser Anleitung oder unseren Umschlag-Dienstleistungen unter die Arme, die in den Full-Service-Paketen größtenteils bereits enthalten sind:
Möglichkeiten
Der eigene Umschlag: Haben Sie bereits Erfahrung in der Erstellung eines professionellen Umschlages? Haben Sie einen Grafiker mit dessen Gestaltung beauftragt? In diesem Falle schicken Sie uns einfach einen fertigen Umschlag als Datei. Unsere GrafikerInnen montieren anschließend nur noch den Barcode und die ISBN. Fertig.
Die Umschlagmontage: Sie haben eine konkrete Idee und eventuell auch die passende Abbildung, es fehlt Ihnen aber an der notwendigen Software und grafischen Erfahrung? Zu einem günstigen Pauschalpreis setzen unsere GrafikerInnen Ihre Idee in einen gelungenen Umschlag um. Zu diesem Zweck schicken Sie uns lediglich eine Skizze und alle notwendigen Materialien (Bilder, Texte). Haben Sie keine passende Abbildung parat?
Das Reihencover: Was kommt dabei raus, wenn wir unsere Erfahrungen von den Buchmessen (auf welche Umschläge gehen die vorbei schlendernden Besucher gezielt zu?) und die typischen Wünschen unserer Autoren kombinieren? Ein Katalog mit verschiedenen grafischen Lösungen für wirkungsvolle Umschläge (siehe unter Download), die wir Ihnen kostenlos anbieten! Suchen Sie sich die für Ihr Buch passende Hülle aus und legen Sie uns die passende Abbildung nebst Text hinzu. Den Rest erledigen wir für Sie.
Abbildungen: Das A und O eines guten Umschlags. Haben Sie keine passende Abbildung parat? Informieren Sie sich über unseren günstigen Bilderservice!
Die Umschlaggestaltung: Unsere GrafikerInnen machen den lieben Tag lang nichts anderes als Bücher. Das bedeutet, sie haben nicht nur das richtige Händchen für die passenden »Kleider« Ihres Werkes, sondern wissen auch, worauf es ankommt, um den Käufer anzulocken.
Die passende Software
Wie auch für den Satz Ihres Textes benötigen Sie eine spezielle Software, mit der Sie Ihren Umschlag anlegen können. Hier möchten wir zwischen DTP-Programmen wie InDesign und Foto-Editoren wie Photoshop unterscheiden. Mit beiden Lösungen können Sie sehr gute Ergebnisse erzielen. Natürlich eignet sich auch eine preiswertere Software wie CorelDraw ausgezeichnet für diese Zwecke.
Das passende Datenformat
Das Datenformat für den eigenen Umschlag ist (wie auch für den Text-Innenteil des Buches) ein PDF. Wenn Sie den Umschlag mit einem Foto-Bearbeitungsprogramm wie Photoshop erstellen, können Sie uns auch ein TIFF liefern (oder ein PSD, wenn Sie den Text zuvor rastern), allerdings wird in diesem Falle auch die Schrift als Bild aufgerastert und erscheint im Druck wesentlich weniger scharf als eine in ein PDF eingebettete Schrift.
Grundlagen der Umschlaggestaltung
Ein Umschlag soll auffallen, das bedeutet aber nicht, dass er möglichst bunt oder gar schrill daher kommt, denn genau diese Idee haben viele andere auch schon gehabt. Viel wirkungsvoller sind hier angenehme Grundfarben, am besten gar gelungene Fotografien mit klar erkennbaren, wenigen Details und großzügigen Flächen. Einen solchen Umschlag kann man bereits aus großer Distanz erkennen – oder eben in der typischen Miniaturansicht des Internet-Buchhandels. Unsere Buchmessen-Beobachtungen zeigen, dass gerade die ganz ganz einfachen aber edel wirkenden Umschläge die Leute anziehen. Eben weil sie nicht so bunt und schrill sind wie alle anderen.
Titel und Autorenname sollen klar und deutlich lesbar sein. Das bedeutet nicht, dass sie in riesigen Lettern auf der Umschlagvorderseite (U1) prangen müssen, sondern sich einfach nur deutlich vom Untergrund abheben. Der Name des Autors in übergroßen Buchstaben macht nur dann Sinn, wenn dieser so bekannt ist, dass man Ihn als Kaufargument ansehen kann. Gehen Sie einfach mal in die nächste Buchhandlung und schauen Sie sich um, was die »großen« Verlage so machen, lassen Sie sich inspirieren. Oder schauen Sie in unseren Reihencoverkatalog – das kostet nichts und ist auch sehr effektiv.
Tipps: Was man unbedingt vermeiden sollte
Aus ästhetischen aber auch aus herstellungstechnischen Gründen sollte man bei der Umschlaggestaltung folgende »No-Goes« vermeiden:
Text auf extrem detailreichen Hintergründen vermindert die Lesbarkeit. Wählen Sie Bilder, die neutrale Flächen aufweisen (z. B. der Himmel über einer Landschaft) oder setzen Sie eine farbige Fläche hinter den Text.
Farbig abgesetzte Buchrücken sehen zwar schick aus, entlarven aber jede geringste Ungenauigkeit bei der Fertigung der Bindung oder bei der Berechnung der Rückenstärke. In unserem Bild-Beispiel (übertrieben dargestellt) läuft der rote Rücken ungewollt bis in die Falz des Hardcovers, da er zu groß angelegt wurde. Eigentlich hätte nur der Rücken, nicht aber die Falz rot sein sollen. Gerade bei der Fertigung on Demand ohne Maschineneinrichtung und dem Umgang mit dem Natur-Material Papier lassen sich solche Ungenauigkeiten kaum vermeiden. Wir behelfen uns mit einem Trick: Unsere Buchrücken der meisten Reihencover sind zwar weiß abgesetzt, der Rücken zieht sich aber einen Zentimeter bis auf die Umschlagrückseite. So gibt es nur noch eine Kante, die exakt auf den Bruch, also den 90-Grad-Knick zwischen Rücken und Umschlagvorderseite eingerichtet werden muss.
Rahmen oder Linien, die parallel zu den Rändern des Buches verlaufen, oder Rahmen, die zentriert in der Mitte des Umschlages sitzen: Wurden die Abmessungen des Umschlags nicht 100%ig genau berechnet, oder weicht die Rückenstärke minimal ab (was bei Papier aus unterschiedlichen Margen durchaus vorkommen kann), sieht man jede Abweichung sofort, da die Linien nicht parallel zu den Kanten verlaufen oder der Rahmen eben nicht mehr genau zentriert sitzt.
Graue Flächen: Sowohl im Digital- als auch im Offsetdruck ist die Farbe Grau ein Problem, da sie nur aus einer einzigen Farbe (Schwarz) gerastert wird. Das Ergebnis ist immer leicht streifig oder grieselig. Grau kann also nur als Volltonfarbe im Offsetdruck oder mit einem Trick dargestellt werden: Mischen Sie dem Grau z.B. ein paar Prozent Cyan und Gelb hinzu. Bei Magenta sollten Sie vorsichtig sein, da es schneller zu einem Farbstich kommen kann. Ein angenehmes, warmes, dunkles Grau hat z. B. 65% Cyan, 55% Magenta, 55% Gelb und 50 bis 60% Schwarz. Möchten Sie das Grau heller machen, vermindern Sie alle Werte um den selben Prozentwert. Besser: Vermeiden Sie Grau und »schwierige« Farben.
Vorbereitung der »Zutaten«
Bilder aussuchen: Bitte bedenken Sie, dass jede Abbildung mindestens eine Auflösung von 300 dpi aufweisen muss – und zwar im Endformat. Möchten Sie also ein Bild vollflächig auf einen 12,3 cm breiten Umschlag setzen, so muss dieses bei 300 dpi also mindestens 12,3 cm (plus Beschnittzugabe von 3 bis 5 mm – siehe unten) breit sein. Bildauflösung und -größe stehen dabei in einem unveränderbaren Verhältnis. Viele Bildbearbeitungsprogramme zeigen leider keine Maße in Millimetern oder Zentimetern an, sondern weisen nur die Pixelbreite und -höhe aus. Sie müssen also erst ausrechnen, wie viele Pixel Ihr Bild breit sein muss, um die geforderten 12,3 cam (+ 3 bis 5 mm) bei 300 dpi abzudecken. Wir möchten Ihnen mit dieser Liste ein wenig helfen:
| Buchformat in cm | Mindest-Pixelformat bei 300 dpi (inkl. 3 mm Beschnittzugabe) | ||
| ECO (10,5 x 18) | 1311 x 2197 | ||
| RZB (12,3 x 19) | 1524 x 2315 | ||
| GTB (13,5 x 20,5) | 1665 x 2492 | ||
| DIN A5 (14,8 x 21) | 1819 x 2551 | ||
| Großformat A (15,5 x 22) | 1902 x 2669 | ||
| Großformat B (17 x 24) | 2079 x 2906 | ||
| DIN A4 (21 x 29,7) | 2551 x 3579 |
Übrigens: Werden kleine Abbildungen vergrößert, damit sie auf den Umschlag passen, dann verringert sich die Auflösung!
Alle Elemente bereithalten: Darunter verstehen wir Logos (Edition), Strichcode (Barcode der ISBN), Abbildungen und Buchrückentext. Logos finden Sie unter Download auf diesen Seiten oder auf Anforderung bei uns im Verlag, die ISBN teilen wir Ihnen nach schriftlichem Auftrag gerne auch schon vor Abgabe der Druckdaten mit. Einen Strichcode können Sie auch im Internet kostenlos erstellen (zum Beispiel bei http://barcode.tec-it.com/barcode-generator.aspx?LANG=de), dieser sollte eine Auflösung von 1200dpi haben.Farbraum: Wir drucken wie im Offsetdruck ausschließlich im Farbraum CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Kontrast). Schmuckfarben/Volltonfarben (Pantone, HKS, etc.) sollten Sie vermeiden. Sie können nur im Offsetdruck angewendet werden und dann auch gegen Aufpreis. On Demand, also im Digitaldruck, werden solche Farben simuliert und in CMYK umgerechnet, was aber zu wenig zufriedenstellenden Ergebnissen führt.
Berechnen der Umschlagmaße
Generell: Der Umschlag besteht aus einem einzigen »Stück«. Er wird um den Inhalt (den Buchblock) »herum gelegt«. Nur bei Buchdruck Pur schicken Sie uns Umschlagvorder- (U1) und Umschlagrückseite (U4) getrennt.
Berechnung der Abmessungen: Die Formel zur Berechnung des Umschlagformates ist recht simpel. Seine längste Ausdehnung lässt sich aus der Breite der Vorder- und Rückseite plus Stärke des Rückens berechnen (Seitenbreite + Rücken + Seitenbreite); bei einem Hardcover müssen Sie zusätzlich den Überstand der Deckel (die Buchdecke ist immer ein wenig größer als das eigentliche Buch) und die »Gelenke« berücksichtigen.
Die Höhe ist gleich der Höhe der Seiten (bei einem Hardcover auch hier wieder zuzüglich des Überstandes des Deckels).
Unter Download finden Sie die praktische »Coverschmiede« für Paperback und Hardcover als PDF zum Herunterladen.
Wichtig ist, dass Sie die ermittelte Umschlaggröße in Ihrem Layoutprogramm als Seitenformat anlegen, um später einfach und komfortabel die notwendigen Schneidemarken hinzufügen zu können.
Beschnittzugabe: Wenn Sie einen Umschlag mit einem Bild oder einer Farbfläche gestalten, die bis an den Rand reichen soll, so muss eine Beschnittzugabe angelegt werden. Das beutet, dass diese Farbflächen oder Bilder größer sind als das eigentliche Buchformat. Dieser überstehende Bereich, die Beschnittzugabe, wird später abgeschnitten.
Ohne kann es passieren, dass der Beschnitt des Buches nicht 100%ig präzise gerät und ein winziger weißer Streifen (der unbedruckte Rand) stehen bleibt. Das nennt man dann einen »Blitzer«.
Die Abbildung zeigt einen Umschlag, montiert mit InDesign. Die hellgrünen Hilfslinien und die schwarzen Linien in der Vergrößerung weisen auf das tatsächliche Umschlag-Format hin. Die roten Linien sind die Grenzen der Beschnittzugabe. Man kann deutlich sehen, dass die Fläche des Umschlags größer angelegt wurde als das spätere Format.
Bei Hardcovern wird die Beschnittzugabe deutlich großzügiger angelegt, denn der bedruckte Bezug der Buchdecke muss um die Pappdeckel herum umgeschlagen und auf der Rückseite verleimt werden. Dieser Bereich eignet sich nicht für gestalterische Elemente, aber man kann ihn sehen. Daher muss in einem Bereich von rund 20 mm rundherum zumindest die Grundfarbe des Umschlages vorhanden sein. Diesen Bereich »Beschnittzugabe« zu nennen, ist nicht ganz korrekt, denn er wird nicht abgeschnitten.
Schneidemarken: Diese Markierungen liegen außerhalb des späteren Buchformates und weisen auf die Stellen hin, an denen das Buch nach seiner Bindung geschnitten wird. Solche Marken können Sie zwar auch manuell anlegen, professionelle Programme wie InDesign aber auch CorelDraw bieten diese Markierungen unter den Druckoptionen an. Sie weisen dann auf das im Dokument definierte Seitenformat hin.
Die Abbildung zeigt die Ansicht eines Umschlages in Acrobat. In der Vergrößerung sieht man die Schneidemarken, die unserem guten Herrn Hofhüser sagen, wo er den Umschlag beschneiden soll.
Schneidemarken können nur automatisch passend angelegt werden, wenn a) das Programm diese Funktion unter den Druckoptionen unterstützt und b), wenn das Papierformat auf das korrekte Umschlagformat angelegt wurde.
Sonderfälle
Drahtkammbindung: Bei der Drahtkammbindung gibt es keinen Buchrücken. Daher werden bei dieser Bindung Umschlagvorder- und rückseite als einzelne Seiten angelegt. Auch hier ist eine Beschnittzugabe wichtig, um hässliche Blitzer zu vermeiden.
Die Lochstanzung für die Metallspirale ragt etwa einen Zentimeter in den Umschlag hinein, somit sollten sich also in einem Bereich von rund 15 mm am linken Rand der Vorder- und am rechten Rand der Rückseite keine Texte oder wichtige gestalterische Elemente befinden – ansonsten werden diese später »gelocht«.
Rückenstichheftung: Einen Umschlag für eine Rückenstichheftung legen Sie genau wie einen Softcover-Umschlag an ... aber ohne Buchrücken, denn der entfällt bei dieser Bindung. Um die Dicke des Inhalts abzufangen, erhöhen Sie die Beschnittzugaben der Außenränder links und rechts auf runde 10 mm.
Buchdruck Pur ist eine reine Druck-Dienstleistung, hier können Sie also schalten und walten wie Sie möchten. Wir fügen weder Logos hinzu noch stellen wir besondere, dem Buchhandel angepasste formale Bedingungen. Einzig Buchdruck Pur mit ISBN muss sowohl bibliografische Angaben (Verlag, ISBN und Preis) als auch ein Verlagslogo tragen. Diese fügen wir automatisch hinzu. Damit wir Ihnen aber keine wichtigen Elemente abdecken, können Sie sich unter www.buchdruck-pur.de anschauen, wie wir diese Felder platzieren.
Ansonsten bietet Ihnen Buchdruck Pur eine genial einfache Lösung der Umschlagmontage: Sie schicken uns die Vorder- und Rückseiten zusammen mit dem eigentlich Buchblock. Wie bei unseren Reihencovern legen wir den Rücken in weiß passend an. Um Beschnitt und Bemaßung kümmern wir uns.
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